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Indien ist ein Land, dessen Geschichte Jahrtausende zurück reicht. Viele verschiedene Völker und Völkergruppen lebten und leben in dem Land, in dem auch unterschiedliche Religionen nebeneinander existieren................

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Heiliges Indien

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Religionen in Indien - Sikhismus

Entstehung
Gandhi
Der Gründer dieser Bewegung war Nanak (1469-1539). Er wurde in einer höherkastigen Hindufamilie geboren. Er lehnte den Ritualismus und den Bilderkult des Hinduimus ab. Wie Muslime lehrte er die bildlose Verehrung des einen Gottes, empfand aber die Regeln des Islam als zu starr und leblos. Nach geistigen Erlebnissen zog Nanak als wandernder Wahrheietssucher durch das Land. Begleitet von dem muslimischen Musiker Mardana sang und lehrte er die reine Gottesliebe. Für Nanak waren alle Menschen gleichermaßen Geschöpfe Gottes. Deshalb lehnte er auch die Kastenunterschiede ab. Er dachte nicht daran, eine neue Religion zu begründen, sondern wollte alle Menschen zur reinen Gottesverehrung zurückbringen. Dabei hielt er sowohl Hindus als auch Muslimen einen Spiegel vor, um ihnen die Vergeblichkeit des starren Befolgens von leeren Ritualen zu zeigen. "Bete zu Gott. Arbeite hart für deinen Lebensunterhalt. Teile mit dem Andern." Diese drei Grundsätze bestimmten sein Leben und das seiner Sikhs (Schüler). Sie gelten heute noch. Von Nanak sind etliche Hymnen überliefert. Sie werden von den Sikhs gesungen und gebetet. Als Nanak im Jahre 1539 starb, wurde von Sikhs der Tod eines gurus (Lehrer) betrauert.

Guru Nanak gab seine aufgeklärte Führung seiner neuen Religion an neun aufeinanderfolgende Gurus weiter.
Guru Nanak Dev

Der vierte Guru Ramdas legte den Grundstein für den Goldenen Tempel in Amritsar, das heutige religiöse Zentrum der Sikhs. Guru Ramdas wurde vom Mogul-Herrscher Akbar geachtet, und die Sikhs genossen religiöse Freiheit. Als in der Folgezeit mehrere Gurus von moslemischen Herrschern gefoltert und getötet wurden, veränderte sich die Gemeinschaft in einen militanten Orden, mit dem Ziel ihren Glauben auch mit Waffengewalt zu verteidigen.

GandhiDer letzte lebende Guru war Guru Gobind Singh ( 1675-1708). Er begründete die Khalsa-Ordnung, (gemeint ist 'Der Pure'), Soldat-Heilige. Die Khalsa erhält die höchsten Sikh-Tugenden, der Verpflichtung, Weihung und des gesellschaftlichen Bewusstseins aufrecht. Bei Khalsa handelt es sich um Männer und Frauen, welche die Sikh-Taufe-Zeremonie durchlebt haben und dem Sikh-Code von Verhalten und Konventionen streng folgen. Ebenso tragen sie die vorgeschriebenen physischen Artikel des Glaubens. Er erklärte schließlich auch die Tradition der Gurus für beendet, und fortan wurde das heilige Buch Adi Granth direkt als Guru verehrt. Deswegen wird es seither auch Guru Granth Sahib benannt.

Während des achtzehnten Jahrhunderts wurden die Sikhs von den damaligen Herrschern unterdrückt und verfolgt. Sie mussten Opfer bringen, um ihren Glauben und ihre Identität zu wahren. Das Moghulreich fiel auseinander. Die Afghanen unter der Herrschaft von Ahmed Shah Abdali griffen Indien an. Die Sikhs haben diese Gelegenheit wahrgenommen, ihr eigenes Reich zu gründen. Das gelang ihnen schließlich unter Maharaja Ranjit Singh im Jahr 1780. Das Königreich der Sikhs bestand ungefähr ein halbes Jahrhundert (1780 bis 1839) und wurde 1849 von den Engländern annektiert.

Während des Freiheitkampfes Indiens gegen die Engländer wurden sehr viele Sikhs durch den Strang hingerichtet, gefoltert, erschossen und erlitten lange Inhaftierungen, damit das Land die Freiheit erlangen konnte. Obwohl Die Sikhs nur 1.8% der indischen Bevölkerung ausmachen, haben sie in der Armee, in der Landwirtschaft, im Sport, in der Industrie usw einen wesentlichen Beitrag geleistet. Sie sind sehr fleissig und widmen sich auf missionarischer Weise ihrer Arbeit. Ihrer Abenteuerlichkeit und ihr Unternehmungsgeist hat sie in alle Teile der Welt geführt.


Heilige Schrift

Um die Universalität der spirituellen Botschaft hervorzuheben, nahm Guru Arjan Dev, als er den Shri Adi Granth, die Heilige Schrift der Sikhs, zusammenstellte, Hymnen und Gebete aus den mystischen Schriften der Heiligen aller Kasten und Glaubensrichtungen auf. Die Sikh-Schriften nehmen in der religiösen Geschichte eine einzigartige Stellung ein. Sie zeigen nicht nur den ersten, wohlüberlegten Versuch auf, die Einheit aller Religionen zu veranschaulichen, sondern sind auch in einer Sprache verfaßt, die noch lebendig ist und nicht der Vergangenheit angehört. Im Gegensatz zu anderen Hochreligionen Indiens sind die religiösen Werke der Sikhs nicht in klassischen Sprachen verfasst, sondern in der lokalen Sprache Punjabi. Sikhs sind lediglich Wächter des Gurus Granth Sahib (granthi). Jeder Sikh hat die Wahl, den Guru Granth Sahib im Gurdwara zu lesen (einem Sikh-Tempel) oder bei sich zu Hause.
Holy Book of Sikh - Guru Granth Sahib


Philosophie und Glauben

Es gibt nur Einen Gott. Er ist der gleiche Gott für Menschen aller Religionen. Die Seele geht durch Zyklen von Geburten und Toden, bevor es die menschliche Gestalt annimmt. Das Ziel unseres Lebens sollte, ein Führen einer vorbildlichen Existenz sein, damit man vielleicht mit Gott zusammenkommt. Sikhs sollten sich jederzeit an Gott erinnern und ein tugendhaftes und wahrheitsgemäßes Leben führen. Außerdem sollte ein Gleichgewicht zwischen ihren geistigen und zeitlichen Pflichten aufrechterhalten werden. Der wahre Pfad zum Erreichen von Erlösung und dem Zusammenkommen mit Gott verlangt keinen Verzicht von der Welt oder gar Zölibat. Das Leben als ein Hausherr, der sich seinen Lebensunterhalt ehrlich verdient und weltlichen Versuchungen und Sünden widersteht, ist bereits auf dem rechten Weg. Sikhismus verurteilt blinde Rituale, wie das Fasten, den Besuch von Pilgerstädten, Aberglauben, Verehrung der Toten, Idol-Verehrung und so weiter. Sikhismus predigt, daß Leute anderer Nationalitäten, Religionen, oder Geschlechts in den Augen Gottes gleichgestellt sind. Es unterrichtet die volle Gleichheit von Männern und Frauen. Frauen können an jeder religiösen Funktion teilnehmen, Sikh-Zeremonien durchführen oder die Gemeinde im Gebet führen.


Grundmerkmale der Lehre

Das Wort Sikh bedeutet soviel wie immerwährendes Lernen. Ziel des Lebens ist die Vereinigung mit Gott. Ein Sikhs darf weder Rauchen noch Alkohol oder Drogen zu sich nehmen. Wie die Hindus, essen sie kein Rindfleisch. Die Sikhs lassen Ihre Haare von Geburt an wachsen, ohne sie zu schneiden. Verborgen werden die Haare unter dem Turban. Haare sind für die Sikhs Symbol für die Kraft eines Menschen. Frauen sind im Sikkhismus theoretisch "Gleichberechtigt" und Witwen können wieder heiraten.
Nirankari Sikh


Fünf einfache Zeremonien

Die wichtigen Zeremonien der Sikhs sind die, die mit der Geburt verbunden werden, d.h. wenn das Kind Namen bekommt, Amrit (Tauffe), Anand Karaj (Hochzeit) und die Todeszeremonie. Die wichtigste Zeremonie von allen ist Amrit (Taufe der Sikhs). Es gibt keine besonderen Rituale bei diesen Zeremonien. Das Wichtigste ist die Rezitierung von Hymnen vom Guru Granth Sahib. Die Toten werden bei den Sikhs verbrannt und die Aschen in einem nähegelegenen Kanal oder Fluß geworfen. Kein bestimmter Fluß wird als heilig angesehen. Es ist verboten Denkmäler über die Reste der Toten zu bauen. Alle diese Zeremonien haben ein gemeinsames Ziel, nämlich, um an unsere Beziehung zu Gott zu erinnern. Sie werden als Zweck, der die Mittel heiligt, angesehen, d.h. die Einigung der Seele mit Gott.


Der besondere Charakter

Der Sikh hat einen besonderen Charakter, der durch fünf praktische und nutzliche Symbol dargestellt wird, die im Volksmund als die fünf "Ks" bekannt sind, da jeder der Symbole mit den Buchstaben "K" anfängt.

Kesh: ungeschnittene Harre. Männer dürfen auch den Bart nicht schneiden und tragen zusätzlich einen Turban.

Kangha: ein hölzerner Kamm als Zeichen der Sauberkeit. Er wird in den Haaren getragen .
Kangha

kacha: Besondere Baumwollunterhosen zur Erinnerung an sexuelle Mäßigung.

Kara: e in Stahlarmereif, der zum Ausdruck bringt, daß man der Wahrheit verpflichtet ist.

Kirpan: ein Dolch als Symbol dafür, daß es für die Khalsa Ehrensache ist, die Armen, Schwachen und Unschuldigen zu verteidigen.
Wer die Haare schneidet, gilt als patit (Abtrünniger).
Kripan


Der Gurudwara

Das Gotteshaus der Sikhs ist der gurdwara (Türe des guru). Sie sind alle schon von weitem am nishan sahib erkenntlich, einer dreieckigen orangefarbigen Flagge mit dem Khanda-Zeichen. Jeder Mensch, ungeachtet seiner Kaste, dessen Glaubensbekenntnis, seine Kultur oder Nationalität, darf den Gurdwara besuchen

Vor dem gurdwara müssen die Schuhe ausgezogen und der Kopf bedeckt werden. Wer Alkohol getrunken hat oder Rauchwaren bei sich trägt, darf den gurdwara nicht betreten. Im gurdwara steht anstelle eines Altars ein palki, wo der Guru Granth Sahib auf Kissen und kostbaren Tüchern liegt. Das ganze ist mit einem Baldachin überdacht. Das heilige Buch steht im Zentrum. Ihm gebührt die Andacht. Alle Besucher erweisen ihm ihre Ehrerbietung, indem sie sich vor ihm verneigen und mit der Stirne den Boden berühren. Alle Menschen sind gleich, deshalb müssen alle am Boden sitzen. Weder darf ihm der Rücken zugedreht noch die Füße gegen ihn gerichtet werden.
Inside Gurudwara

Jeden Tag wird frühmorgens das heilige Buch feierlich hineingetragen, geöffnet und vom granthi daraus gelesen. Auf die Lesungen (path) folgt das von den Hymnsängern (ragis) gesungene Gotteslob (shabad kirtan). Der Gottesdienst wird mit Ardas beendet - ein Gebet, indem der Segen Gottes aufgerufen wird, um Frieden, Wohlbefinden und Schutz für die ganze Menschheit zu gewähren. Anschließend wird die Gott geweihte Süßspeise verteilt. Bei speziellen Gelegenheiten wird ununterbrochen während etwa 48 Stunden der ganze Guru Granth Sahib gelesen (akhand path).

"O Gott, gebe uns Erleuchtung, gebe uns Verständnis, damit wir wissen, was Dich erfreut. Und möge die ganze Menschheit durch Deine Gnade glücklich sein."


Was ist Satsang ?

Satsang ist eine Verbindung mit 'Sat' oder der 'Wahrheit'. Satsangs sollten deshalb ausschließlich Gesprächen über 'Sat' gewidmet sein, was in der weiteren Auslegung auch die Rede von Gott, Seele, dem 'Wort'; die Verbindung zwischen Seele und Gott auf der einen Seite, sowie Universum und Seele auf der anderen Seite; den Gottespfad oder den Pfad der Gotterkenntnis, und den Gottmenschen oder den spirituellen Meister mit einschließt, Was Er ist, Seine Notwendigkeit und Bedeutung und Seine Lehren.

Es umfasst zugleich auch Gespräche über verwandte Themen, wie ethisches Leben, Liebe, Glaube, Mitgefühl und all das, was den Weg bereitet für eine gesunde und fortschreitende Entwicklung göttlichen Lebens, das zum Aufblühen des Geistes im kosmischen Bewusstsein führt.


Die öffentliche Küche
People Eating Langar
Zu jedem grösseren gurdwara gehört ein langar (eine öffentliche Küche). Hier sind alle Menschen unabhängig von der Religion zum Essen eingeladen.

Guru Nanak startete als erster diese Institution, welche die grundlegenden Sikh-Prinzipien von Dienst, Bescheidenheit und Gleichheit grob umreißt. Finanzierung und die Arbeit gelten als seva (Dienst für Gott). Das Essen ist rein vegetarisch und besteht in indischen gurdwara meist aus Dal (Linsen) und Chapattis (Fladenbrot).




Women Making Chapattis

Dal
Die goldene Tempel von Amritsar

Das bedeutungsvollste historische religiöse Zentrum der Sikhs ist Harmiandir Sahib (Der Goldene Tempel) bei Amritsar im Staat von Punjab im Norden Indiens. Es ist der inspirative und historische Mittelpunkt der Sikh-Religion, jedoch keine obligatorische Stelle für Pilgerfahrt oder Verehrung. Jeder Ort an dem Sri Guru Granth Sahib Einzug erhalten hat, wird von den Sikhs als gleichwertig heilig erachtet.

Golden Temple - Amritsar

Feste & Feiertage

Kein Wochentag wird als heiliger Tag betrachtet. Am ersten Tag des indischen Mondkalenders (sangrand) besuchen viele Sikhs einen gurdwara, sofern sie dies nicht sowieso täglich tun. Spezielle Feste sind die Geburtstage der gurus, der Geburtstag von khalso: Vaisakhi (Mitte April) und das Martyrium von Guru Arjan und Guru Tegh Bahadur. Weitere Feste sind Lohrri und eher lokale Feste


Die Ehe

Laut der Religion der Sikhs ist die Eheschließung ein Sakrament - eine heilige Union und nicht einfach ein Vertrag. "Man wird nicht zu Mann und Frau, indem man einfach nebeneinander sitzt. Nur diejenigen, die einen Geist teilen können, können Mann und Frau sein," Im Sikhismus glaubt man nicht an Ehelosigkeit. Die Ehe und das Familienleben werden als ehrenhaft, natürlich und ideal angesehen. "O, mein Geist, bleib auch im Haushalt frei. Wenn Du die Wahrheit praktizierst und Deine Begehren unter Kontrolle hast und gute Taten volbringst, wird Dein Geist mit der Gnade das Gurus erleuchten" Die Eheschließung eines Sikh Ehepaares erfolgt, in dem man vier Mal um den Guru Granth Sahib herum- geht. Jades Mal wird ein Epithalamium, eine, Hymne, aus dem Guru Granth Sahib rezitiert. Darin wird dem Ehepaar geraten ihre gemeinsame eheliche Beziehung nach dem was in diesen Hymen rezitiert wird, aufzubauen. Dieselbe Zeremonie wird auch bei der Wiederheirat einer Witwe oder enes Witwers durchgeführt.


Die Stellung der Sikh Frau

Die Frau ist ein wichtiger Teil der Sikh Gemeinschaft. Sie erhält äußersten Respekt für ihre Rolle in der Familie und in der Gesellschaft. Die Witwe hat das Recht wieder zu heiraten, wenn sie möchte. Eine Frau hat die gleiche Seele wie ein Mann und sie hat die gleichen Rechte beim spirituellen Wachstum und darf diese auf ihre eigene weibliche Art tun. Sie darf auch beim Zusammentreffen der religiösen Gemeinde dabei sein und die heiligen Hymmen rezitieren. Die Sikh Frauen tragen keine Schleier (Purdah). Mitgift und Scheidung sind nicht erlaubt. Das Tragen von Bekleidung, die den Körper zeigt und wollüstige Gedanken fördert, wird als unehrenhaft betrachtet.

Sikh-Zeichen (Nishan Sahib)

Ein stählerner Ring stellt die Einheit Gottes dar, das zweischneidige Schwert versinnbildlicht seine Sorge um Wahrheit und Gerechtigkeit, zwei gekreuzte Krummschwerter umgeben das Ganze als Zeichen seiner Allmacht. Über jedem Sikh Tem pel (Gurdwara) weht eine Flagge mit diesem Zeichen.
Nishan Sahib

Der Wedel

Der Wedel steht für Autorität und wird zum Zeichen der Ehrerbietung über der heiligen Schrift bewegt, um die Fliegen zu vertreiben wie einst von den menschlichen Gurus. Der Wedel kann aus Pfauenfedern, Yakhaaren, Ziegenhaaren oder aus Synthetischem Material gefertigt sein.
Der Wedel

 

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