Rajasthan Indien Reise Logo

Varanasi gilt als Stadt des Gottes Shiva Vishwanath (Oberster Herr der Welt) und als eine der heiligsten Stätten des Hinduismus. Seit mehr als 2.500 Jahren pilgern Gläubige in die Stadt, die zudem ein Zentrum traditioneller hinduistischer Kultur und Wissenschaft ist................

Home Uttar Pradesh Rundreise Besten Hotels Maßgeschneiderte Reisen nach Uttar Pradesh Kontakt
erleben sie hautnah

REISE NACH VARANASI, INDIEN

Top Highlights in Varanasi, Indien:

INFORMATIONEN VARANASI, INDIEN

Reiseziele Indiens

RAJASTHAN REISE IN INDIEN

Top - Highlights Rajasthan, Indien:

mehr...

NEU DELHI REISE IN INDIEN

Top-Highlights Delhi, Indien:

mehr...

UTTAR PRADESH REISE, INDIEN

Top- Highlights Uttar Pradesh, Indien:

mehr...

UTTARAKHAND REISE IN INDIEN

Top-Highlights Uttrakhand, Indien:

mehr...

MADHYA PRADESH REISE, INDIEN

Top-Highlights Madhya Pradesh, Indien:

mehr...

KERALA REISE, SÜDINDIEN

Top-Highlights Kerala, Südindien:

mehr...

GOA REISEN, INDIEN

Top-Highlights Goa, Indien:

mehr...

MAHARASHTRA REISE, INDIEN

Top-Highlights Maharashtra, Indien:

mehr...

PUNJAB REISE, INDIEN

Top-Highlights Punjab, Indien:

mehr...

Varanasi : Die heilige Stadt am Ganges

Aus der Geschichte

Varanasi ist eine der ältesten bewohnten Städte der Welt. Diese Stadt wird bereits in den berühmten indischen Epen Mahabharata und Ramayana erwähnt. Als Buddha diese Stadt besuchte, war sie bereits ein Zentrum der Gelehrsamkeit. Es handelt sich um eine Stadt der Tempel und des Gebetes, die über 3000 Jahre alt ist und seit undenkbaren Zeiten Pilger aus Nah und Fern anlockt. Die Hindus glauben, dass Varanasi den Mittelpunkt des Universums bildet. Seit Menschengedenken kommen Pilger aus weit entfernten Ländern auf ihrer Suche nach Erlösung in diese Stadt.

Ihren Namen leitet die Stadt von den zwei Flüssen Varuna und Assi ab, die hier in den Ganges münden. Die Hindus kennen diese Stadt meist unter dem Namen Kashi, die Stadt des spirituellen Lichts, oder Benares, wie die Engländer sie nannten. Nach hinduistischer Vorstellung gilt es als besonders verdienstvoll, wenigstens einmal im Leben die heilige Stadt Varanasi am Ganges zu besuchen. Ein Bad im heiligen Fluss soll von Sünden reinwaschen.

Die meisten Tempel und andere Bauwerke Varanasis sind jüngeren Datums, da die Stadt mehrfach erobert und dem Erdboden gleichgemacht wurde.Varanasi wurde früh durch Truppen von Mohammed al Ghazni (1033) und Qutb-ud- Din Khilji (1296-1316) zerstört. Erst durch das Entstehen des hinduistischen Marathen-Reiches unter Shivaji (1627-1680) kam es zum erneuten Bau von Hindu- Tempeln. Fast alle wichtigen Bauten Varanasis stammen erst aus dem 18. Jh oder sind noch später; 19. Jh.

Besonders wichtig für Varanasi ist die in ganz Indien gefeierte Mahasivaratri, die „Große Nacht Shivas", da dieses Fest die Bedeutung von Varanasi als Stadt Shivas unterstreicht. Jedes Jahr strömen die Bewohner von Varanasi und Pilger zu den verschiedenen Shiva-Heiligtümern der Stadt.


Stadtbild

Obwohl Varanasi als die spirituellste Stadt Indiens bezeichnet wird, ist der erste Eindruck der Stadt eher enttäuschend. Vollkommen chaotische Straßenverhältnisse, unzählige fliegende Händler und die Straßen sowie Gassen bieten zuerst ein anderes Bild. Wenn man sich aber bis zum Gangesufer vorgekämpft hat, erlebt man eine völlig andere Stadt. Ruhe, endlose Pilgerscharen und eine atemberaubende Bootsfahrt auf dem heiligen Fluß entschädigen für alle Mühsal.

In der Stadt leben ungefähr 50000 Brahmanen, Angehörige der obersten Priesterkaste. Viele von ihnen arbeiten wie ihre Vorfahren als Priester in den zahlreichen Tempeln der Stadt oder in den fast 100 Ghats am Ganges. Sie versprechen den Pilgern durch das Aufsagen der heiligen Sprüche in der alten Sprache Sanskrit Unterstützung bei der Suche nach Erlösung vom Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt - ein recht einträgliches Geschäft. Ungerührt von all dem Treiben fließt weiterhin der mächtige Ganges, der seine Schönheit vor allem bei Sonnenaufgang entfaltet.


Sehenswertes in Varanasi

Ghats am Flussufer
Die größte Attraktion Varanasis sind nicht seine Bauwerke, sondern die religiösen Handlungen der Hindus an den vielen Badetreppen (Ghats) des von den Hindus als Göttin Ganga verehrten heiligen Flusses Ganges. Die Ghats reihen sich wie Perlen 5 km lang am Südufer des Ganges aneinander. Die vielen Ghats sind es, die der Stadt ihren Charakter verleihen. An den Ghats stehen gewöhnlich kleine Tempel während die größeren Bauten mit ihren mächtigen Göttern und Göttinnen des Hindupantheons den imposanten Hintergrund bilden. Über jedes Ghat ezählt man sich in Varanasi eine Geschichte. Viele der Ghats wurden von indischen Fürstenfamilien gebaut, denen sie auch gehörten. Das religiöse Leben konzentriert sich heute zunehmend auf die Ghats von Daswamedh und Manikarnik.

Die ersten Strahlen der Sonne tauchen den Ganges in gelbe, rötliche, grünblaue Farben- immer wieder gebrochen vom Dunst, der vom Wasser aufsteigt, vom Rauhreif, der noch auf den Flusstreppen liegt, vom Rauch der Feuer, der aus den Häusern quillt. Im Wasser treiben Blüten und Girlanden, der Göttin Ganga dargebracht, treiben flackernde Öllichter auf tönernen Schälchen oder auf Blätter-Tellern flussabwärts, bis eine Welle sie verschluckt. Glockenklang aus nahen Tempeln und Schreinen mischt sich mit Stimmen von überall her - und doch liegt über diesem Bild eine beeindruckende große Ruhe.

Von morgens bis abends strömen Tausende hinduistischer Pilger hierher, um im Ganges zu baden oder heilige Rituale durchzuführen, wodurch sie sich Erlösung erhoffen. Manch einer nähert sich aber auch mit einem persönlichen Anliegen, der Bitte um einen Sohn, um Heilung von einer Krankheit, in der Hoffnung auf gute Ernte oder bessere Examensnoten. Vor allem Frauen kommen und beten für das Wohlergehen ihrer Männer, denn ohne sie sind sie fast verloren.

Mit gefalteten Händen schöpfen die Badenden Wasser für ihre Wunschgötter und für die Vorfahren : Fließt es über die Fingerspitzen zurück, ist es für die Götter, tropft es vom Daumenballen, gilt es den Ahnen.

Nach dem Bad steigen sie die Stufen zu ihrem Priester hinauf, legen die trockenen Kleider an, leihen sich einen Spiegel, um sich das Haar zu ölen und zu kämmen. Auch lassen sie sich vom Panda (Priester) die Tika (Stirnzeichen) geben. Er hält dafür Stempelkissen bereit und drückt ihnen nach Wunsch mit gelber Sandelholzpaste oder Zinnober den Namen der Götter auf die Stirn. Mit ein paar Münzen entlohnen sie ihn. Körper und Seele gereinigt, Götter und Manen versorgt, ziehen die Bewohner der Stadt und die Pilger, in der Hand einen Tontopf mit Gangeswasser, zum Visvanatha-Tempel, begrüßen den Gott des Universums; verehren und umwandeln ihn.

Man kann die gesamte Szenerie am besten von einem gemieteten altertümlichen Ruderboot aus betrachten, wenn der Bootsmann langsam den Fluss entlangrudert und an wichtigen Stellen anhält. Am besten fängt man die Bootsfahrt am Dasawamedha Ghat an und schaut sich in Ruhe die verschiedenen Ghats an. Hier hat der Besucher die best Gelegenheit, das bunte und höchst malerische Leben und Treiben am Fluss und das Wesen des Hinduglaubens kennenzulernen

Ein Teleobjektiv zum Fotografieren ist gut, damit Sie beim Baderitual nicht stören. Verboten ist es, Aufnahmen von den Verbrennungsplätzen zu machen (am Manikarnika Ghat), wo die Leichen der Männer in weiße, die der Frauen in farbige Tücher gewickelt auf den Holzstapel gelegt und verbrannt werden.

Wenn die Seele den Körper verlassen hat, tragen die männlichen Verwandten den Leichnam auf Bahren durch die engen Gassen zum Fluss. Der älteste Sohn des Verstorbenen hat sich das Haar scheren lassen und kommt in sauberes weißes Tuch gekleidet. Der Leichnam wird auf den Scheiterhaufen gelegt, einige Sandelholzspäne darauf geworfen, dann zündet der Sohn das Holz an. Überall auf den Ghats hört man das gesungene Gebet Ram nam satya hain „Gottes Name ist Wahrheit".

Der Tod wird oft als Schlaf vor der Wiedergeburt betrachtet. Wenn man morgens aufwacht, ist man derselbe Mensch wie am Abend zuvor, obwohl das Bewusstsein über Nacht nicht da war; genauso geht auch das Seele (Atman) von einem Körper in den anderen über, während das Bewusstsein schläft. Nur der Körper stirbt , er ist eine vergängliche Hülle, dessen Bestandteile bei der Einäscherung zu ihrem Ursprung zurückkehren, das Auge geht zur Sonne, der Atem zum Wind. Beim hinduistischen Begräbnisritual spricht man nicht von den vergangenen Taten der Verstorbenen, sondern wendet sich an die Seele:,,Geh hin, geh hin auf den alten Pfaden der Vorfahren", denn die Seele ist nicht zerstörbar und damit unsterblich.

Der Totengott Yama hat in Varanasi keine Macht, denn dies ist die Stadt der Erlösung (Moksha). Hier darf er die Seelen nicht in die Hölle führen oder zu einer neuen Wiedergeburt. Hier leitet Shiva sie zur Erlösung und flüstert ihnen das Mantra zu, das ihnen die Überfahrt ermöglicht. Daher kommen viele Menschen, die sich ihrem Lebensende nähern, besonders Witwen, hierher um auf den Tod zu warten

Die Leichname von Säuglingen und sehr heiligen Männern weden nicht verbrannt; hin und wieder kommen sie aufgebläht an die Oberfläche und treiben vorbei. ,,Säuglingen sind wie Blumen, so schön, so rein, auch sie darf man nicht dem Feuer übergeben."

Da Holz sehr teuer ist, erfolgt oft keine vollständige Verbrennung. Daher wird nicht nur Asche in den Fluss gestreut, sondern unterhalb von Varanasi treiben auch nicht vollständig verbrannte Leichenteile. Die elektrischen Krematorien, in denen Einäscherungen ein Zehntel des Preises einer traditionellen Verbrennung kosten, werden von vielen Pilgern gemieden. Sie befürchten, in den modernen Betonbauten abseits des Flusses würden die Seelen nicht erlöst, sondern verdammt.

Am Ganges erinnern Bettler die frommen Hindu-Pilger an ihre religiöse Pflicht, Gutes zu tun und Almosen zu spenden. Das Bettlerschicksal gilt dem Hindu als Resultat einer früheren Existenz. Die ausgemergelten Frauen, Armen, Siechen und Alten sind es, die den Weg zum Heiligtum säumen und mit ihrem Singsang des Bettelns den Gläubigen begleiten, der jedem eine Münze in die Büchse wirft und dafür Dank und vielleicht auch den erhofften Segen erntet. Wenn Sie Bettlern etwas geben möchten, sollten Sie vorher reichlich kleine Münzen eintauschen. Bei den Ghats gibt es Geldwechsler, die genau zu diesem Zwecke dort sitzen.


Bummel durch die engen Gassen
Die alte Stadt Varanasi am westlichen Ufer des Ganges ist ein Gewirr unzähliger Gassen und Gässchen. Diese Gassen, in denen gerade genug Platz zum Laufen ist, bilden einen nicht wegzudenkenden Bestandteil des modernen Varanasi. Ein Spaziergang durch sie ist ein grosses Erlebnis, da sich hier das Leben dieser Stadt abspielt. Erleben Sie hier wie Menschen und Tiere harmonisch miteinaderleben !
Vishvanath Tempel
In Varanasi wird als oberste Gottheit Shiva verehrt. Mehrere hundert Tempel und Anbetungsstätten sind ihm geweiht. Shiva wird hier Mahadeva (Großer Gott) oder Vishvanath genannt. Er stellt die Kräfte der Dreifaltigkeit, die zahlreiche Erscheinungsformen hat, dar, In Varanasi ist sein Symbol das Phalluszeichen, der Lingam. Er symbolisiert die Zeugungskraft Schivas.

In der verkehrsreichen Innenstadt, nahe bei den Ghats, erhebt sich im Stadtteil der Vishvanath-Tempel, der als heiligster Tempel der Stadt gilt. Man erreicht diesen Tempel von den Ghats am besten durch die malerische Basargasse.

Der Überlieferung nach wurde der erste Tempel schon vor etwa 2200 Jahren hier erbaut und nach jeder Zerstörung im gleichen Stil und am gleichen Platz wieder errichtet. Unter dem Mogulkaiser Aurangzeb (17.Jh.) stand an der Stelle des Tempels eine große Moschee. Die heutigen Tempelgebäude stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie sind eine Stiftung der Maharani Akalyabai von Indore (1777).

Besondere Beachtung verdienen der glockenförmige Turm mit kleinen Seitentürmchen und die Kuppel. Ihr Kupferüberzug ist mit reich verzierten Goldplatten belegt. Diese sind ein Geschenk des Sikh-Herrschers des Punjab, des Maharadschas Ranjit Singh (1835).

Der Tempel ist nur für Hindus zugänglich, aber der Gang durch die engen Gassen, die zum Tempel führen, ist von unzähligen Geschäften, die Opfergaben verkaufen, gesäumt, und es lohnt sich, hier herumzugehen und das Treiben zu beobachten. Seit den Spannungen zwischen Hindus und Moslems wird das Gelände um den Tempel schärfstens bewacht.

Gyanvapi-Moschee
Die große hinter dem Vishvanath-Tempel befindliche Moschee, die vom Fluss aus gut zu erkennen ist, wurde von dem Mogulkaiser Aurangzeb errichtet, im Jahre 1699 den davor gebauten Vishvanath-Tempel von Raja Man Singh zerstörte. Die Steine des hinduistischen Tempels wurden für die Wände der neuen großen Moschee verwendet.

Diese Moschee bot häufig Anlass für Konflikte. So wollten 1809 Hindus einen kleinen Schrein zwischen der Moschee und dem wiedergebauten Vishvanath-Tempel errichten, was zu äußerst gewältätigen Auseindersetzungen zwischen Hindus und Muslimen führte, die sich bis in die Gegenwart erstrecken.

Bharat-Mata-Tempel
Er wurde vor einigen Jahren als Wahrzeichen des Kampfes um die Unabhängigkeit von der britischen Herrschaft erklärt In dem Gebäude sind keine Götterfiguren zu finden. Stattdessen wurde im Boden ein großes Marmorrelief, das den indischen Subkontinent darstellt, eingelassen. Der von Mahatma Gandhi eingeweihte Tempel wurde "der Mutter Indien'' gewidmet.

Hindu-Universität von Varanasi
Varanasi ist seit jeher ein Zentrum des Lernens. Neben Sanskrit wurde hier Musik und Tanz gelehrt. Die südlich vom Stadtzentrum gelegene Benares Hindu Universität ist eine der größten und berühmtesten Universitäten in Indien. Gegründet würde sie 1916 durch eine Schenkung des Rechtsanwalts Pandit Madan Mohan Malviya.

Auf ihrem Campus leben 8000 Studenten, die sich in erster Linie mit der hinduistischen Kultur, Religion und indischer Geschichte befassen. Eine Sammlung von über 150 000 seltenen Manuskripten sind in der Universitätsbibliothek zu finden.

Die rituellen Waschungen erleben Sie am Ganges hautnah mit !

Religionen Hinduismus Wallfahrtnext   
Umgebung von Varansi : Sarnathnext   



 

Goa Reisen|Kerala Reisen|Mumbai Reisen|Agra Reisen|Rajasthan Reise|Heiliges Indien

Massgeschneiderte Reisen |Pauschalreisen Indien|Gästebuch|Über mich selbst

Wir sind Mitglied im
Alle Rechte vorbehalten ! Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung reproduziert !

Feedback / Bemerkungen|Gästebuch
Copyright © Rajasthan Indien Reise