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Uttar Pradesh ist einer der größten und bevölkerungsreichsten indischen Bundesstaaten. Seine ungeheure Größe umfaßt höchst verschiedene geophysikalische Gebiete...............

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Ganges - der Strom der Ströme



Der Ganges: Der Fluss der Erlösung
Boatman in GangesDer Fluß Ganges beginnt seinen 2700 km langen Weg bei Gaumukh im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, nahe der indisch-tibetischen Grenze im Himalaya, in 4200 m Höhe. Nach der Vereinigung der Quelleflüße Bhagirathi und Alaknanda tritt er als Ganges bei Hardwar aus dem Gebirge in die Ebene ein, die seinen Namen trägt. Er hat sie zusammen mit seinen Nebenflüßen geschaffen, indem er eine Senke vor dem Gebirge mit Geröllmassen aus dem Himalaya auffüllte. In der Gangesebene gibt es keine großen Höhenunterschiede. Der Flußlauf ist entsprechend behäbig, Zahlreiche Nebenarme, Flußschleifen und Inseln haben sich gebildet. Die Wasserführung des Flusses unterliegt starken Schwankungen. Die fruchtbaren Felder der Ebene werden von einem ausgeklügelten Bewässerungssystem durchzogen.

Die Gangesebene und das anschließende Delta gehören zu den am dichtesten besiedelten Zonen der Erde. So liegen im Delta die Millionenstädte Kalkutta im Bundestaat Westbengalen und Dacca, die Hauptstadt von Bangladesh. Die riesige Delta, das Ganges und Brahmaputra gemeinsam aufgebaut haben, wird intensiv Landwirtschaftlich genutzt. Wenn die Monsunwinde im Sommer ihre Regenfracht vor dem Himalaya und seinen Ausläufern abladen, werden große Teile des 52000 sqkm großen Gebietes überflutet. Gefährlich wird es, wenn ein Taifun vom Meer her zusätzlich Wassermassen in Delta drückt.

Der Ganges ist der heilige Fluß der Hindus. Aus seinen Ufern liegen zahlreiche Wallfahrtsorte, denn dem Wasser des Flußes wird die Kraft zugeschrieben, den Menschen von seinen Sünden zu reinigen. Bereits die Quelle, nach Ansicht der Gläubigen im Gangotri-Gletscher gelegen, gilt als segensspendend. Bei Hardwar soll sich der Fuß bei seinen Abstieg aus dem Himmel durch die Zehen des Gottes Hari, einer Verkörperung des Welterhaltenden Gottes Wishnu, gezwängt haben. In Allahabad an der Mündung des Yamuna kommen alle zwölf Jahre Hunderttausende von Pilgern zusammen, um in einem rituellen Badefest ihre Sünden abzuwaschen.
Devotess Gedrange die Bank der Banden Devotess Gedrange die Bank der Banden

Hindu Beten am ghats der Banden Die heiligste Stätte des Hinduismus aber ist Varanasi (Benaras) in der mittleren Gangesebene. Alle Gläubigen hegen den Wunsch, hier zu sterben. Nach hinduistischer Überzeugung wird so die Zahl der Wiedergeburten verreingert, die der Mensch durchläuft, bis seine Seele nach Erreichen der Vollkommenheit im Absoluten aufgeht. Auf den Verbrennungsplätzen am Ufer des Ganges, den Ghats werden die Toten eingeäschert, ihre Asche wird dem Fluß anvertraut. So werden die Toten ein Teil des ewigen Kreislaufes der Gewässer.

Ein Bad im Ganges reinigt den Menschen von allen Unreinheiten und Sünden. Von dieser Übezeugung geprägt, pilgern die gläubigen Hindus zu Tausenden in die heilige Stadt Benaras, die heute Varanasi heißt. 47 hundertstufige Stein treppen fähren zum Fluß hinab. Dort werden von den Pilgern die Waschungen nach vorgeschriebenem Ritus vollzogen.

Heilige Stadt Varanasi am Gangesnext   
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