Rajasthan Indien Reise Logo

"Rajasthan ist eines der ursprünglichsten und farbenprächtigsten Gebiete ganz Indiens. Es ist die Heimat der Maharadschas (Fürsten), die diesen Teil Indiens über 1000 Jahre lang beherrscht hat...............

Rajasthan Indien Reise Rajasthan Indien ReiseRajasthan Indien Reise

Home Rajasthan Rundreise Besten Hotels Maßgeschneiderte Reisen nach Rajasthan Kontakt
Zum Pushkar

Entdecken Sie Rajasthan !

Bekannten Reiseziele Rajasthans

Weitere

Unbekannten Reiseziele Rajasthans

Weitere

Kunst und Kultur

Puppenspiel
PuppetsZur Blütezeit der Mogulherrschaft blieben nur sehr wenige Bereiche im feudalistischen Rajputana (Rajasthan) von dem Eindringen der neuen Kultur unberührt. So machten sich Einflüsse in der Art sich zu kleiden und zu sprechen sowie in Küche, Kunst und Architektur deutlich bemerkbar. Kaum ein Gegenstand des alltägllichen Gebrauchs konnte sich dieser Veränderung entziehen. Agra und Delhi entwickelten sich zu den kulturellen Zentren jener Zeit, von hier gingen bedeutende Impulse aus. Die Maharajas von Rajasthan standen längst unter mogulischer Verwaltung und hatten so direkten Zugang zu einem völlig neuen Lebensstil, von dem sie ohne zu zögern Anleihen machten. Fasziniert öffneten sie Tür und Tor den Handwerkern und Fachleuten, der Mogulhöfe und Musiker, Dichter, Maler, Keramikkünstler und Architekten wurden mit offennen Armen aufgenommen. Künstler genossen jede nur erdenkliche Unterstützung und wurden ermutigt, sich in der neuen Umgebung anzusiedeln. Unter den vielen, die so nach Rajasthan gelangten, waren auch die Puppenspieler. Seither sind Puppenspiele (Kataputali Ka Khel) aus der Volkstradition Rajasthans nicht mehr wegzudenken.

Der erste und bekannteste Förderer der Puppenspielkunst war der legendäre Herrscher von Nagaur, Amar Singh Rathore. Er war eine führende Persönlichkeit am Hofe Shah Jahans (1628-1658) in Delhi. Amar Singh hatte schon lange vor seinem Tod das Puppenspiel als ein geeignetes Medium zur Verbreitung seines Ruhms und seiner Heldentaten erkannt und zu seinem Vorteil eingesetzt. So wurde Nagaur die Heimat der Puppenspieler, die sich auch bereitwillig dazu verpflichteten, dem Brauch am Mogul zu folgen, der die Lobpreisung des Herrschers vom Künstler verlangte. Sorgfältig ausgearbeitete Vorstellungen mit Musikbegleitung wurden aufgeführt, in denen die Geschichte von Amar Singh Rathore, der einzig und wichtigste Bestandteil war. Diese Tradition wurde bis heute durch Generationen vor Puppenspiele fast ungebrochen überliefert, die, obwohl sie zum Teil sehr weit von ihrer Heimat weg verschlagen wurden, niemals die Dankesschuld ihrem Helden und Gönner gegenüber vergessen haben. Der Amar Singh Rathore- Zyklus ist unabdingbarer Teil jeder Präsentation, egal in welchem Teil Rajasthan sie stattfindet.

Die Puppenspieler, auch Bhats genannt, stammen ursprünglich von einem Nomadenstamm und haben ihre Heimat in der Hoffnung auf ein besseres Leben in den Städten verlassen. Heute noch lassen sie sich am Straßenrand nieder. Haben sie ihre provisorischen Behausungen aufgeschlagen, wenden sie sich ihrem Broterwerb zu. Da es nicht immer möglich ist, Vorstellungen auf die Beine zu bringen, haben sie sich auf die Herstellung von Marionetten für Touristen und andere interessierte Käufer verlegt. Ihre eigenen Puppen sind ihnen heilig, sie würden sich nicht von ihnen trennen. Die Besetzung besteht meistens aus Maharajas und Maharanis, Soldaten, Tanzmädchen, Narren sowie Nebencharaktern wie Schlangenbeschwöreren, Pferde- und Dromedarreitern.

Heutzutage sind die Puppen sehr leicht, ihr Kopf ist aus Holz gefertigt, und die Gesichter sind mit leuchtenden Farben bemalt. Der Rest des Körpers, auch Hände und Füße ist aus Stoffen genäht. Die Kostüme sind prächtig schillernd und erwecken so Erinnerungen an die glanzvolle Zeit am Hofe der Maharajas, die den Hintergrund der Geschichten darstellt.

Ein Puppenspiel zu arrangieren, ist das einfachste von der Welt. Man benötigt dazu zwei der leichten indischen Betten mit Flechtwerk, Leintücher und eine Laterne. Der Puppenspieler wird von seiner Frau unterstützt, die ihn auf der Trommel (Dholak) begleitet, und einem Gehilfen, der die Puppen reicht, und schon kann es losgehen. Der Puppenspieler erzählt die Handlung der Geschichte, und seine Frau oder ein anderer Dholak-Spieler singt dazu. Der Puppenspieler stößt einem lauten Pfeifton aus, der charkteristisch ist für das Puppenspiel Rajasthans. Die Geschichte geht weiter, lustige Begegnungen und häufiger Szenenwechsell halten die Zuschauer in Atem. Ein geschickter Puppenspieler kann durch die bloße Bewegung seiner Hände die Marionette meisterhaft zum Leben erwecken und eine Vielzahl von Gefühlen vermitteln. Für heitere Einlagen ist der Hofnarr zuständig, ein besonderer Freund der Kinder. Nicht fehlen dürfen auch Volkslieder und Tanznummern, in denen die Puppen schwindelerrengende Drehungen vorführen. Eine Show dauert gewöhnlich eine Stunde, kann aber je nach Ausdauer der Zuschauer variieren. Aber jene Tage sind wohl vorüber, da der Puppenspieler ein wichtiger und geachteter Unterhaltungskünstler war, der seinen eigene Troß mit sich führte, bestehend aus mehreren Ochsenkarren, vollgepackt mit seiner Spezialausrüstung, Puppen und allem Zubehör. Damals erwartete das ganze Dorf ungeduldig die Ankunft der Truppe und traf entsprechende Vorbereietung.

Mehndi HandsMehandi : Die Hand als Zeichen der Tradition
In der Wüstenkultur findet man eine starke Neigung zur ornamentalen Gestaltung. Überall kann man sie bewundern; auf Stoffen, im Schmuck, an den schweren Silberfußreifen der Wüstenfrauen, in den Armreifen, im Nasen- und Ohrschmuck und an alten Gebäuden. Es gibt kaum einen Fleck, der nicht irgend wie ggeschnitzt, behauen oder verziert wäre. Und diese Freude an der Gestaltung geht noch weiter-bis auf die Arme, Gesichter, Hände und Füße der Menschen. Die Wüstenfrauen haben das Muster auf ihren Handflächen, das rote Sindur (Farbpulver) in ihrem Haar verrät, daß sie verheiratet sind.

Diese Muster entstehen durch das Auftragen von Mehandi. Die Mehandi ist das einheimische Wort für Henna. Es ist ein Strauch, aus dessen getrockneten und gemahlenen Blättern der rote Farbstoff gewonnen wird. Die zuerst ollivgrüne Paste färbt sich beim Trocknen henna-rot. Zu den großen Festen, vor allem aber zu Hochzeiten tragen Hindu- wie Muslimfrauen auf Händen und Füßen die Mehandi-Muster auf. Am vollendetsten beherrschen die Wüstenfrauen den alten, schönen Brauch. Wenn die Paste trocken ist, wird sie abgestreift und die Fläche mit Öl eingerieben. Das Design hält dadurch etwa eine Woche. Alle roten Farbtöne gelten in Indien als positiv.

Der Volksbrauch sagt, je tiefer das Rot einer Mehandi-Bemalung bei einer Hochzeit, desto größer wird die Liebe des Ehemannes sein. Bevor die Jungvermählte aus ihrem Elternhaus auszieht, hinterläßt sie an der Wand den Abdruck ihrer Hand mit dem Muster. Die Henna-Bemalung ist aber nicht nur schön und glückbringend, sie gilt auch als kühlend, was im heißen Klima für die Fußsohlen und Handflächen angenehm ist.

Besuchen Sie das Land der Kunst u Kultur !


rajasthan

 

Goa Reisen|Kerala Reisen|Mumbai Reisen|Agra Reisen|Rajasthan Reise|Heiliges Indien

Massgeschneiderte Reisen |Pauschalreisen Indien|Gästebuch|Über mich selbst

Wir sind Mitglied im
Alle Rechte vorbehalten ! Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung reproduziert !

Feedback / Bemerkungen|Gästebuch
Copyright © Rajasthan Indien Reise