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Geographisch liegt Madhya Pradesh im Herzen Indiens. Hier sind auch die uralte Seele und der ewige Geist Indiens beheimatet..............

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Informationen Madhya Pradesh, Indien

Tierschutz und Nationalparks in Indien

Der Kanha Nationalpark in Madhya Pradesh, Indien

Kanha National Park
Bekanntes Tigerschutzgebiet in Zentralindien mit guten Chancen, einen Tiger zu sehen; waldiges Gelände mit vorwiegend Salbäumen und einigen offenen Grasflächen; die ehemals gefährdete Population der seltenen Barasingha hat sich erholt; touristisch gut erschlossen.

Kanha liegt zwischen 450 m und 900 m Höhe in den Maikal Hills der Satpura Range. Neben der Basaltdecke und ihren Verwitterungsprodukten Laterit und Bauxit, die für die Region des Dekkan-Hochlandes typisch sind, treten an einigen Stellen auch Granit, Kalkstein und Sandstein zutage.

1879 wurde das Waldgebiet des heutigen Kanha zu einem Reserved Forest erklärt, in dem Holzfällen untersagt wurde, die Jagd jedoch erlaubt blieb. 1931 wurden ausgewählte Flächen von der Jagd ausgenommen und etwas später auch in kleine Sanctuaries umgewandelt. 1955 bekam ein erstes Teilgebiet den Status eines Nationalparks. 1973 wurde Kanha ein Tigerschutzgebiet, das 1976 seine heutige Größe erhielt. Die Kernzone von 940 km2 ist gleichzeitig Nationalpark (einer der größten in Indien). Die Pufferzone, in der die Dörfer der Baiga anzutreffen sind, hat eine Größe von 1005 Km2 . Für den Tourismus ist zur Zeit nur die nördliche Hölfte des Parks geöffnet.
Kanha National Park

Schon vor Beginn des Tigerschutzprojektes wurden in Kanha mehrere Dörfer aus der Nationalparkzone ausgesiedelt. Die verlassenen Felder verwandelten sich schnell in wertvolle Grasflächen. Die künstlich angelegten ehemaligen Dorfteiche werden heute gern von den Wildtieren benutzt. Das Grasland von Sonf mit seiner Wasserstelle ist ein Beispiel dafür.

Pflanzen und Tiere

In Kanha lassen sich 4 Vegetationszonen unterscheiden :
- Halbfeuchter Laubwald (unter 600m),
- Trockener Laubwald (über 600 m),
- Grasland und
- Hochlagen-Grasland .
Kanha National Park

Der häufigste Baum in den Wäldern Kanhas ist der Salbaum, der teils in Reinbeständen wächst, aber auch Bestandteil von Mischwald ist. Die Sabäume verlieren ihre Blätter im Februar/März und bringen fast gleichzeitig frisches Laub und wenig später weiße Blüten hervor. Andrere typische Baumarten des Mischwaldes sind Anogeissus latifolia, Mathibaum, Bauhinia retusa, Mallotus philippensis und Padoukbaum. In Februar/März blüht „Flame of the Forest“ mit attraktiven, leuchtend orangefarbenen Blüten. Eine weit verbreitete Bambusart ist Dendrocalamus strictus. Zu den häufigsten Grasarten auf den offenen Flächen gehören die Bartgrasarten Themeda triandra und Heteropogon contortus, Hemarthria compressa, lseilema prostatum und Liebesgras.

Kanha National ParkDie mittelindische Unterart der Barasinghas (Cervus duvauceli branderi), die auch als Zackenhirsch bezeichnet wird, schien in Kanha bereits zum Aussterben verurteilt. Ihre Zahl war 1970 auf 66 Tiere zurückgegangen. Sie ist wie keine andere Hirschart in Indien an offene Graslandschaft gebunden. Dort war es in der Vergangenheit besonders einfach, die Tiere zu jagen. Andererseits wurden viele Graslandschaften in Ackerland umgewandelt und den Barasinghas dadurch der Lebensraum genommen. Erst nach 1970 konnten in Kanha durch Aussiedlung von Dörfern auf ehemaligen Feldern wieder neue Grasflächen hinzugewonnen werden. Die population der Barasinghas hat sich durch diese Maßnahmen sichtlich erholt und liegt derzeit bei rund 500 Tieren. Die Brunftzeit, in der ihr melodisches Röhren vernommen werden kann, liegt zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar.

Neben den Barasinghas sind Axishirsche im Grasland häufig. Dagegen halten sich Sambarhirsche in Kanha fast ausschließlich im Wald auf. Die Anzahl der Hirschziegenantilopen ist stark rückläufig.

Da die Renderpest den Bestandt der Gaur in Kanha immer wieder durch Epidemien in Mitleidenschaft zog, werden heute die Rinderbestände in der Umgebung des Parks vorsorglich gegen diese Seuche geimpft. Kanha hat eine Gaurpopulation von etwas 500 Tieren. Die großen Wildrinder lassen sich gut beobachten, wenn ein ortskundiger Begleiter sagen kann, wann und wo ihre täglichen Wanderungen stattfinden. Sie benutzen fast immer ähnliche Routen und haben einen recht konstanten Tagesrhythmus.

Kanha National ParkSeit Beginn des Tigerprojektes hat sich die Anzahl der Tiger in Kanha verdoppelt und liegt bei etwa 100 Tieren. Die Zahl der Leoparden ist nur halb so groß. Goldschakale sind weit verbreitet. Dekkan-Rothunde, die fast immer in kleinen Rudeln unterwegs sind,werden nur unregelmäßig gesehen.

Bisher wurden in Kanha rund 220 Vogelarten beobachtet. Keilschwanztoko, Waldpieper, Scharlachmennigvogel, Königsmeise, Zwergschnäpper, Dschungelkauz und Bankivahuhn sind vorwiegend im Wald zu Hause. Im offenen Grasland sind Hinduracke, Triel, Tropfenfrankolin, Cistensänger, Spornpieper, Schachwürger und Mohrenschwarzkehlchen anzutreffen. Schlangenweihe, Wespenbussard, Gleitaar, Wanderelster, Königsdrongo, Orangespecht, Pfau, Glanzkrähe und Russbülbül sind nicht selten. Bevorzugt in Bambuszonen kommen Damadrossel, Rotes Spornhuhn, Heckenkuckuck, Horsfieldsäbler und Rotbauchtimalie vor.

Klima/Reisezeit
Im Winter sinken die Temperaturen nachts gelegentlich unter den Gefrierpunkt, liegen in der Regel jedoch zwischen 10 C und 240 C. Morgennebel sind in den Wintermonaten häufig. In der heißen Jahreszeit rangieren die Temperaturen zwischen 220 C und 420 C. Ab April muß mit einzelnen Schauern gerechnet werden, die dem Monsun (Juni bis August) vorausgehen. Die mittlere jährliche Regenmenge beträgt etwa 1400-1600 mm.

Kanha ist von November bis Juni geöffnet. Die heißen, trockenen Monate zwischen März und Mai führen zu einer Konzentration der Tiere in der Nähe ganzjähriger Wasserstellen und sind daher für Tierbeobachtungen besonders geeignet.

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